Oberösterreichsischer Kunstverein

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Katharina Brandl

Arbeiten

SCHAUmTRAUM
SCHAUmTRAUM
SCHAUmTRAUM
Während die Biedermeiermöbel, die für den Rückzug in die eigenen Wohnräume stehen und Synonyme sind für Privates, Altes und Heimeliges, repräsentiert die Schaumkanone, als Kontrast dazu, das Öffentliche und Laute, die Partygesellschaft.
Der sich aufblähende Schaum lässt an den Wachstum in unserer Zeit und gleichzeitig an das Flüchtige denken.
Was tun, wenn die einzelnen Blasen platzen, unsere Behaglichkeit verschwindet und gesellschaftliche und wirtschaftliche Flüchtigkeit, die einzigen Konstanten sind, die uns in einer sich immer schneller verändernden Zeit bleiben?

2014, Rauminstallation & Performance: Biedermeiermöbel, Perserteppich, Schaummaschine

0,5529 m3
0,5529 m3
0,5529 m3
Der Sockel, der ursprünglich als Präsentationsobjekt dient, wird hier selbst präsentiert und repräsentiert sich selbst.
Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Leer-oder Hohlraum,
den die BetrachterInnen üblicherweise nicht sehen:
der Raum im Raum.
Der normalerweise unsichtbare Raum im Inneren des
Sockels wird durch einen Türspion sichtbar gemacht.
Die Sockel sind so positioniert, dass sie an eine
gewöhnliche Ausstellungssituation erinnern, jedoch die
ursprünglichen Repräsentationsobjekte darauf fehlen.
Die BetrachterInnen werden dazu eingeladen nach innen
zu schauen, wo ein weißer, heller Raum zu sehen ist.
Die Perspektive des Raumes wird durch den Türspion
nach unten oder zu Seite verzerrt.

Rauminstallation
2012
3 Objekte aus Holz, LEDs, Türspione, Dispersion und Latexfarbe

ON-LINE Stores
ON-LINE Stores
ON-LINE Stores
Zwischen Büro und Lagerhalle des ehemaligen Eisen-Rath Geländes hängen in verschiedenen Höhen auf 10 Wäscheleinen 30 transparente Gardinen aus unterschiedlichen Materialien und mit verschiedenen Mustern. Sie ergeben ein Bild, welches an frisch aufgehängte Wäsche erinnert.
Üblicherweise werden Gardinen vor das Fenster gehängt, wodurch sie unerwünschte Einblicke von außen erschweren. Auf der Innenseite sollen vorgezogene Gardinen und Vorhänge außerdem das Eindringen von Licht, Staub und Lärm verhindern. Hier gibt es kein Außen oder Innen. Ein Vorhang folgt dem anderen, weshalb sich durch die verschiedenen transparenten Textilien wieder neue Bilder und Strukturen ergeben. Der Betrachter ist zugleich Akteur, indem er sich durch diese Installation bewegt und das Zusammenspiel von Licht, Schatten, Transparenz und Bewegungen im Raum wahrnimmt.
Der Kontrast zwischen den sauberen, weichen, hellen Vorhängen und der verstaubten, harten bunten Umgebung ist groß, obwohl die Struktur des Wellblechs der ehemaligen Lagerhalle dem Faltenwurf der Gardinen sehr ähnlich ist.
Halbdurchsichtige Gardinen werden oft als Stores bezeichnet, die sich in hier nicht vor dem Fenster, sondern aufgehängt an einer Wäscheleine präsentieren.


Rauminstallation, 2013
Stores aus verschiedenen Textilien, Wäscheleine

Trouvé
Trouvé
Trouvé
Diese Arbeit von Katharina Brandl stellt eine humoristische
Auseinandersetzung mit gefunden Dingen ( Objet trouvé ) dar.
Damenschuhe und Kleiderbügel werden zu einen Stierkopf, was an Picasso´s
Fahrradstierkopf erinnern lässt. Der zweite Stierkopf, der aus einem Porschemodell
aus Keramik, in Kombination mit einer Textilschleife
zusammengesetzt wurde, lässt an Salvador Dali erinnern. Dadurch ist auch eine
stilistische Nähe zum Surrealismus zu erkennen, die sich hier in ihrer Einfachheit darstellt.

Objektkunst
2012
Kleiderbügel, Damenschuhe
ca. 30 x 30 cm
Keramikporschemodell, Plüsch

EVERLAST
EVERLAST
EVERLAST
Ein Boxsack, der ursprünglich zum trainieren für den Boxkampf dient oder als Fitnessgerät in
manchen Wohnungen hängt, wird aus seiner
gewohnten Umgebung herausgenommen und in
einem Ausstellungsrahmen platziert.
Die Installation stellt ein Spiel mit der Realität dar und löst eine Irritaion aus. Der Betrachter hat
zunächst ein gewohntes Bild vor Augen.
Bei näherer Betrachtung hingegen fällt auf, dass
dieses Objekt nicht aus Leder, sondern aus Keramik ist. Dadurch ändert sich seine Wahrnehmung.
Die Frage kommt auf, warum ist dieser Sack aus
Keramik?

Objekt
2012
Keramik, Metallketten, Seil
120 x 30 cm lang,
Durchmesser: ca 30 cm

Kurztext

Ürsprunglich aus der Grafik und Malerei kommend entwickeln sich Katharina Brandls Arbeiten mehr und mehr in den Raum und ins Plastische . Ihre Arbeiten sind sehr vielfältig, was Material und Formgebung anbelangt. So sind in den letzten Jahren, sowohl einige keramisch, aber auch Holz, Textil, Metall und Arbeiten aus Latex entstanden. Es gibt auch einige Video, Siebdruck und Fotoarbeiten von ihr, doch die Arbeit am Material steht für sie in den Vordergrund und auch dessen Aussagekraft. Ihre Werke entstehen oft ist sehr zufällig und spontan, genauso wie konzeptionell und geplant.

Kurzbiografie

2014: Master of Art der Plastischen Konzeptionen/ Keramik an der Kunstuniversität Linz
2011: Bachelor of Art
seit 2008: Studium der Plastischen Konzeptionen/ Keramik an der Kunstuniversität Linz
2006: Lehrgang Reggiopädagogik /Wien
2000: Bachelor of Art Therapy/ Hogeschool Arnhem-Nijmegen/ NL
1995 - 2000: Studium der Kreativen Therapien in den Niederlanden
1995: Meisterklasse für Grafik Design/ HTL- Linz
1991 - 1992: Studium der Sozialwirtschaft, JKU Linz

Mitglied des oberösterreichischen Kunstvereins und der IG-Bildende Kunst

Kontakt

Katharina Brandl
Katharina Brandl MA
Bismarckstrasse 6
4020 Linz
069917214248

Atelier:
Altstadt 7
4020 Linz

mobile: +43 699 17214248
katharina_brandl(at)gmx.at